Gründung des Förderkreises "Ehemaliges Ritualbad Rotenburg"

Förderkreis "Ehemaliges Ritualbad Rotenburg" wird heute gegründet

Förderkreis „Ehemaliges Ritualbad Rotenburg“ wird heute gegründet

Ein „Förderkeis Ehemaliges Ritualbad Rotenburg – Gedenk und Begegnungsstätte“ soll am heutigen Donnerstag in Rotenburg gegründet werden. Für die Initiativgruppe zur Bildung des Fördervereins hat Dr. Heinrich Nuhn für 19 Uhr in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Interessierte sind aufgerufen, dem Förderkreis beizutreten. Laut Einladung ist an einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von zwölf Euri (Nichtverdiener sechs Euro) gedacht. Wie berichtet soll das Haus Brauhausstraße 2 unter städticher Regie saniert und in einer Gedenk- und Begegnungsstätte umgebaut werden. Das Haus beherbergte von 1836 bis 1938 das Ritualbad der jüdischen Gemeinde. „Dieses Haus kann ein Ort werden, der das Gedächtnis an eine gewaltsam entfernte Minderheit wach hält und ein Zeichen setzt für einen humanen Umgang mit Minderheiten und Fremden“, heißt es in der Einladung. Nach Angaben von Dr. Nuhn ist daran gedacht anhand von Objekten, Bildern, schriftlichen Zeugnissen und Dokumenten „eine anschauliche Vorstellung vom jüdischen Leben in unserer Region und auch dessen ständige Bedrohung und schließliche Zerstörung zu vermitteln“. Dies solle nicht auf die reiche Tradition der jüdischen Gemeinde der Stadt Rotenburg beschränken, sondern auch andere jüdische Gemeinden Waldhessens mit ausgewählten Beispielen erfassen.

 

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